Das Huhn, Piaget und der Psychologiestudent
Basler Institut für Psychologie - 1989

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Drei Kreationen aus 1989.
Alle drei haben einen realen Inhalt und sind in der Aussage konsistent. Der Piaget hat mit Molluskensammeln angefangen und mit Pfeifenrauchen aufgehört. Das Louisli gab's in der Bergwirtschaft ob Holstein. Ich hatte schöne Nachmittage dort oben. ... Helmut

More thoughts and scientific Piaget critique - Einige weitere Gedanken über Piaget

Mollusken und die Folgen

Mit approximativer Probabilität existierte initial eine diffuse Exitation. Eine Defizienz in der frühen Interaktion mit signifikanten relationären Personen resultierte graduell in eine Akkommodation der situationellen Realität, ohne dass positive Emotionen oder Affekte bei der Assimilation suffizient involviert wurden. Die resultierende ─quilibration etablierte eine Sequenz von integrierten kognitiven Strukturen, die auf repetierende Coping-Aktionen refugierten und damit zu einer artifiziellen Regeneration der deprivationären symbolischen affektiven und emotionalen Struktur-Qualitäten kontribuierten. Eine enaktive Organisation von Mollusken permittierte dem konkret-operationalen Subjekt, seine subjektive affektive ─quilibration zu sublimieren. Dieses attribuierte zu einer Etablierung einer Struktur von kognitiven Schemata, die im life span development bis zum Exitus die semipermanenten funktionalen Charakterproportionen diskriminierbar diskrepant evaluativ integrierend assimilierten. Molluskendiskriminierende kognitive Emotionen generierten also die verbale und graphische Expression der sublimierten Qualität seiner präoperatorischen diffus-defizienten affektiven ökologisch-kognitiven Interaktion. So emergierte eine Theorie der epistemologischen Genese kognitiver Qualifikationen, individuell subjektiviert an somatisch-biologisch temporalen Phasen zwischen intra-uteriner Phase und Adoleszenz. Distinkte anal-orale psychoanalytische Parallelen könnten zur kontinuierlichen Elaboration theoretischer Strukturen relationär positioniert werden, sowie zur elementären realpraktischen Usance des konkret-operativen Operierens eines Raucherobjekts. Das autonome Ego organisierte dynamisch-effektiv die Protektion somatischer Exigenzen mit Regress auf kummulative Schichten meteorologisch-konstitutionell situativ-relativer Konnotationen motivationaler Objekte, als Expression emotional-affektiver Qualität der defizient-typologischen psychologistischen Struktur.

ę Institut für Psychologismus, Basel, 1989.
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's Louisli

's Louisli
operiert mit kognitiven Schemata ohne Mollusken.

's Louisli
äquilibriert mit einer Repräsentenz von positiv-strukturellen Expektanzen in einer qualitativen niveau-äquivalenten biologisch-epistemen Affektivität.

's Louislis
symbolische Repräsentanz generiert eine autonome Identifikation mit der Existenz.

's Louisli
hat seine präoperatorische Phase, sowie seine primären und sekundären Zirkulärreaktionen brillant elaboriert, mittels attributiv-repetitiv strukturellen situativen Strategien.

's Louisli
hat seine postnatalen Interaktionen mit pränatal genetisch determinierten instinktiven Potenzen integrativ exploriert, evaluiert und sogar integriert.

's Louislis
akkommodative Assimilation resultiert in eine kognitive Positiv-Kompetenz, die extravertiert enaktiv expressiv ökologisch kollaboriert.

's Louisli
hat motorische Operationsschemata, die seine affektive Kognition autonom mit somatischen Reaktionen integrieren lassen.

's Louisli
antizipiert die Präsentation somatisch-komplemantärer Objekte, bei der perspektivistischen Aktion der äquilibrierten Akzeptanz des ökologischen Subjekts.

's Louislis
Emotionen emergieren aus seiner subjektiven Apperzeption der relativen Situation: aus seiner Subjekt-Objekt-Homöostase.

's Louislis
Kognitionen haben wenig relative Exitationen, dafür um so mehr Konfidenz und reaktive sequenzielle Akzeleration beim Interagieren mit somatisch-satisfaktionell offerierten Objekten.

's Louisli
existiert mit einer integrierten sozial-affektiven Kognitionsstruktur auf elaboriert-qualitativem Niveau.

Zum Glück gibt's 's Louisli!

Das Huhn und die Psychologie

Die Abendsmatt ist eine Beiz,
Und macht ein Wanderer Station,
Wird er für das Huhn ein Reiz,
Gleich folgt auch die Reaktion.

Es steuert ihn die Kognition,
Es hat sein Tun in der Gewalt;
Oder ist's seine Motivation?
Herbei kommt die braune Gestalt.

Was, so denkt der Gast bei sich,
Will das Huhn hier untersuchen?
Doch das Huhn denkt: "Ich?,
Will gern ein Stückchen Kuchen!"

Hat man das Huhn konditioniert?
Es zeigt weder Angst noch Aggression,
Schaut, ob man was verliert,
Sagt nichts, gibt keinen Ton.

Das Huhn dreht Kopf samt Hirn.
In meinen Fingern sieht's den Happen,
Obwohl niedrig ist die Stirn,
Es springt und kann es packen!

Den Handrücken ihm zugekehrt
Wird's nicht getäuscht,
Reckt den Hals und schaut gelehrt,
Ob in der hohlen Hand was häust.

Sagt sich der Psycholog':
"Das Huhn hat doch IQ,
Mein Aug' mich nicht betrog,
Vielleicht so viel wie du?"

Einen Meter in die Höhe
Das Huhn empirisch kommt geflogen
Senkrecht hinauf wie Flöhe
Holt den Kuchen vom Psychologen.

"Faktorenladung, was soll's?", denkt's Huhn,
"Bei diesem Gast ist's gut verweilen.
Selbst, Ich, Person, Theorie, was tun?
Am Besten ist's, sich nicht beeilen!"

Persönlichkeitsentwicklung,
graphisch plastisch dargestellt.
Das Huhn zeigt Verwunderung.
Der Psycholog' wieder Kuchen bestellt.

Wer testet wen? Wer ist Proband?
Der Psycholog' greift sich an den Kopf.
Hat das Huhn nun doch Verstand
Oder wackelt's nur so mit dem Kopf?

Vorlesungen tut's nicht besuchen,
Interessiert sich doch für Kuchen,
Wartet unterm Tisch geduldig,
Physiognomisch ganz unschuldig.

Auf einem Bein schliesst's ein Auge,
Der Kopf dreht sich im Kreis,
Denkt: "Für die Suppe ich nicht tauge,
Wär für mich auch viel zu heiss."

Was bringen Rorschachkleckse?
Oder Persönlichkeit testen?
Lieber halt ich mich an Keckse,
Die schmecken mir am besten.

Entwicklungsstufen, Akkomodation,
Erkenntniswandel und -strukturen,
Operationale Phase, Assimmilation:
Dem Huhn sind's leichte Touren.

Leptosom, Pikniker und ektomorph,
Der Psycholog' ist hier verloren
Die Kirche bleibt im Dorf
Das Huhn als Huhn geboren.

(Louisli, Sommer 1988)

Nachwort: Das Institut für Psychologie an der Universität Basel gibt's immer noch. Es werden dort denke ich immer noch die gleichen Theorien gelehrt. Das Huhn Louisli ist mittlerweile gestorben und verspeist worden. Sic transit gloria mundi. 2006
Einige weitere Gedanken zu Piaget

It took me (Helmut) three years to find an explanation for the popularity or importance of Piaget.

Nun ein Zitat: "[He, Piaget] demonstrated that the child's mind is not a miniature replica of the adult's, but develops in that direction in specifiable stages. This has been of great interest to education. Piaget himself argued that schools could do a better job in instilling an experimental frame of mind in their pupils by providing them with developmentally appropriate problems and challenges" (Fancher, Raymond F. 1979 'Pioneers of Psychology: Studies of the great figures who paved the way for the contemporary science of behavior' New York: W.W. Norton. S. ...).

In der Schweiz las ich bereits ein Buch von einer Amerikanerin Pulaski, die auch Positives über Piagets Absichten herausstreicht, auf überzeugende Weise. (PULASKI, Mary Ann (1975) Piaget: eine Einführung in seine Theorien und sein Werk. Ravensburg: .......... (Orig.: Understanding Piaget: An Introduction to Children's Cognitive Development. 1971 New York: ........) Es hat nur etwa 100 Seiten und ist m.E. eine nützliche Einführung über Piaget. Ich fand es in der Kantonsbibliothek am Bahnhof in Liestal.

Mein eigener Senf zum Fancher-Zitat lautet folgendermassen:

However, the development is not unidirectional. The cognitive development is progressive. But the moral development is regressive. Piaget, significantly, became popular only in the 1960ties, possibly parallel to the post-war ideology of economic growth, of technology, and of science as the only basis and guideline for beliefs and behaviour.
I call this 'hard science' because the hard so-called facts count only. The terminology of 'soft science', love, feelings, happiness became suspect. Yet in daily life it all revolves around feelings. Only watch commercials, or any human interaction.
In discussions about political/economical decisions one can hear the argument "don't be emotional". Thus a psychology developed that dealt with the human psyche as a machine with driving and driven parts (Freud) or as a structure of building blocks (Piaget). The time dimension and the notion of relationships with different disciplines generally seem to be missing.

Whilst Piaget's methodology in itself is based on assumptions that are extremely weak, his theory is a sky castle of technical terms, bearing little relation to reality. Piaget's three main criteria for his developmental stages are an arbitrary choice of three instances of knowledge taken from the field of physics. This represents a culture-bound and (in Piaget's terms) egocentrist "measure" of development.

It is a harmful egocentrist view since it assumes that the child has to develop, has not yet reached the next stage, from the adult's point of view. Piagetians (as do most adults 'educationists' in our Western-Christian culture) fail to recognise and accept a child in its own right as a being as it is. The child is always seen as the person it has to become, which means that it is always wrong, always 'not yet'.

Kürzlich (1991) empfahl mir eine Psychologie-Dozentin (anstelle einer direkten Antwort auf meine Frage, wie Sie denn die Einstellung von Leuten zum Umweltschutz ändere), Abschnitte in einem Buch über Sozialpsychologie zu lesen. Sie gab mir ihr Exemplar und auf der zweiten Seite geriet ich in Wut. So ein antiqierter Senf, unter dem Titel: "Social Learning: acquiring attitudes from others. - Learning is a large part of socialization, the process by which a wild, helpless child (a newborn baby) is transformed into a responsible and capable member of human society" (Baron and Byrne 1987 Social Psychology: Understanding human interaction. (5th edition) Boston: Allyn and Bacon Inc., page 117).

Wer je ein Baby oder ein junges Tier erlebt hat, weiss, dass da nichts "Wildes" daran ist sondern eine Riesenmenge 'Gottesvertrauen' und Neugierde, keine Erbsünde und kein Bedürfnis nach Taufe und Erlösung und Erziehung. Als Psychologe fühle ich mich persönlich beleidigt, wenn sogenannte Psychologen so etwas schreiben "socialization as the process by which a creature is transformed in a responsible and capable member of society" sic! Die Allierten wussten bereits im Oktober vom letzten Jahr, dass der Saddam Hussein die Ölquellen anzünden wenn er den Krieg verlieren würde. Ist es "civilized and responsible" wenn man dann trotzdem mit Waffengewalt Kuwait wiedergewinnt? (comment from 1991)

(Added comment 2009) Is it "responsible and capable" that adults, especially opinion leaders in Business, Politics and the discipline of Economics - continue to call for economic growth and keep population growth off the agenda, although the earth is finite and hugely overloaded by humanity?
Compare Sustainability glossary; vergleichen Sie Nachhaltigkeitsglossar

(Helmut:) Education praises the child generally when it has achieved something that is good in the eyes of the adults. Typically, descriptions and records of adult-child discussions in Piagetian experiments make the impression of interrogations, where the child is exposed to seemingly contradictory situations and questions, till the child contradicts itself, or finds no more satisfactory answer (i.e. satisfactory for the adult!).

Research has proven that the stages in itself are by no means universal, nor sequentional in always the same order. As a way out Piagetionists have to work with 'decalages horizontaux et verticaux', termini technici for aberrations from the theory for which no explanations were found.
Seltman & Seltman are calling this "committing hypothetico-deductive 'hara-kiri'" (S.208).

Then why should one not just abolish the theory altogether and return to the notion that learning and development takes place gradually, and is hopefully dependent on the circumstances?

In which Piagetian stage is a Pygmy African child when it has learned to distinguish 5 types of tree leaves, 10 types of birds? Applying Piaget's theory to other cultures is questionable: possibly racist, colonialist, and egocentric.

The child, as every being, can be considered to be at any time at the right and correct state and stage of being. In can lag behind in comparison to other children, of course, for a variety of reasons.

As to the moral development, Piagetians (e.g. Lawrence Kohlberg) base it on the common idea that morality develops to higher levels. But I would say that these so-called higher levels are constructs that are closely linked to the social environment one has had and, more importantly, that the child goes through a regressive development towards a calculated morality, as it grows up, loosing its innocence and adapting to the moral standards of the adult role models.

This is to say that one can have a "step" forward in insight or knowledge (which Piagetians attribute to their stages) and that such a step can only be made when sufficient underlying structural knowledge has been gathered.
The typical so-called "errors" of children who have not yet reached the next Piagetian "stage", as cited in by their inquisitors, are possibly the child's logical answers. The errors can probably also be explained by inadequacies in the way of thinking and the use of language by the children and/or the questioners. Not to speak of interviewer bias and other methodological research errors.

I thought and wrote this before I found, in Seltman's book:

"Piaget's idea that age-linked phases can be distinguished in children's cognitive development is now largely considered to have been superseded. There are no theories in existence from which it can reasonably be deducted what material can be offered to pupils at a given age. Research findings indicate that what pupils can learn depends more on the knowledge and skills they have already acquired than on their age (Novak 1978)" (Seltman 1988, 65).
Piaget mausoleum à Uni-Mail Genève 16-03-2013
Piaget Mausoleum at Uni-Mail Geneva, 16-02-2013
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