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"Abgereichertes Uran" in Irak - Krebs und Missbildungen
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Ankündigung vom Schweizer Radio DRS:
"Irak Massive Zunahme von Krebserkrankungen und Missbildungen von Kindern im Irak - Wieviele Menschen in Irak seit Kriegsbeginn vor bald zwei Jahren ums Leben kamen, ist unklar - neuste Schätzungen internationaler Gesundheitsexperten gehen von knapp 100´000 Todesopfern aus. Kaum berichtet wird allerdings über diejenigen, die nicht unmittelbar durch die Gewalt geschädigt werden oder worden sind, sondern indirekt: Durch leicht radioaktive Munition, die die US-Truppen und ihre Allierten bereits im ersten Irak-Krieg 1991 und auch jüngst wieder verwendet haben. Jürgen Hahnefeld Echo der Zeit, Freitag, 11. März 2005, 18.00-18.45 h, drs1"

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Nach dem Einsatz der Uran-Munition stellten Ärzte im irakischen Basra eine erschreckende Häufung bislang seltener oder unbekannter Kinderkrankheiten fest. Im Bild: Kind mit Hydrocephalus und Defekt der Hirnnerven Foto: Prof. Siegwart H. Günther

[Bild und Bildtitel hinzugefügt; Quelle: www.mlpd.de/]




Transkription der Sendung:

"For much of the Iraqi women, when delivery, the first thing they asked was... Früher haben irakische Frauen nach der Entbindung als erstes gefragt, "Junge oder Mädchen?" Doch seit dem Krieg lautet die erste Frage immer, "normal oder missgebildet?" "The first thing they ask is it normal or abnormal."

Dr. Jannan Hassan leitet die Kinderklinik am staatliche Mutter-und-Kind-Hospital im südirakischen Basra. Und was die Krebsspezialistin dort beobachtet ist schockierend.

"In these years, especially after 1991,... In den Jahren seit 1991 hat sich die Zahl der Kinder, die missgebildet zur Welt kommen, vervierfacht. Dasselbe gilt für Krebserkrankungen bei Kindern unter fünfzehn. Meist ist es Leukämie. Bis vor kurzem starben 80 Prozent dieser Kinder weil wir weder Medikamente hatten noch die Möglichkeit einer Chemotherapie. "Most of the cases die because there is no chemo therapy."

Denselben extremen Anstieg von Krebserkrankungen, den Dr. Hassan bei Kindern festgestellt hat, registriert Dr. Jawad Al Ali, Chefarzt am Chabri Krankenhaus in Basra, bei Erwachsenen, und bis in jüngste Zeit.

"2004 we had 25 per cent increase... Im Jahr 2004 wurden bei uns 25 Prozent mehr Krebsfälle diagnostiziert als im Jahr davor."

In beiden Kriegen, die US-amerikanische und britische Streitkräfte gegen den Irak geführt haben, also 1991 und 2003, haben sie Geschosskerne aus sogenanntem "abgereichertem Uran" verwendet, Uran 238. Das ist ein schwachstrahlendes aber extrem hartes Abfallprodukt bei der Herstellung von Kernbrennstäben, erläutert Professor Eberhard Greiser von der Uni Bremen.

"Der Effekt dieser Munition ist, dass wenn sie den Panzer und die Besatzung zerstört, im Augenblick der Explosion sich das Uran pulverisiert und die gesamte Umgebung natürlich radioaktiv verseucht."

"They estimated at that time..." Damals hat man geschätzt, dass 45 Prozent aller Menschen der Region radioaktiv verseucht wurden, als sie den Staub eingeatmet haben. "Ich habe das hochgerechnet und bin für Basra und Umgebung auf 750 tausend Menschen gekommen. Wahrscheinlich bin einer von ihnen... Probably I am one of them."

Der Zusammenhang zwischen der Kontamination hunderttausender Menschen auf der einen Seite und den steigenden Krebsraten und Missbildungen auf der anderen erscheint überaus plausibel. Aber bewiesen, sagen die Fachleute, bewiesen sei er nicht.

"Believe me... Natürlich könnten es auch chemische Einfüsse sein oder andere Stoffe, oder die Ernährung. Das weiss ich alles. Aber ich frage, warum sind denn all diese Faktoren vor 1991, also vor den Kriegen mit Uranmunition, nicht zum Tragen gekommen. ... worrying is the fact this has not happened before."

Dr. Jannan Hassan glaubt fest daran, dass es die radioaktiven Geschosse der Briten und der Amerikaner sind, die den sprunghaften Anstieg der Krebserkrankungen in Irak seit den neunziger Jahren verursacht haben. Und deshalb hielte sie es für durchaus angemessen, wenn die künftige Regierung eines souveränen Irak von Washington und London Entschädigung forderte.

"We should ask about it ... Wir sollten das verlangen; that's the price of the war. Das ist der Preis des Krieges. ... the price of the war."

Transkription vom Tondokument: Helmut Lubbers


Wir haben...

ecoglobe bekennt sich zur keiner politischen couleur. Wenn wir die Nachrichten verfolgen, so scheint uns, dass die Behörden und der mit ihnen zusammenspannenden Teil der Medien, die Sache schönreden, die Wahrheit vertuschen oder vielleicht rundweg lügen. Lesen Sie z.B. "Halbe Wahrheiten und ganze Lügen - wie die Gesundheitsgefährdung durch Uranmunition kleingeredet wird. Mit Zitaten aus "Die Zeit" und einer genauen wissenschaftlichen Analyse".
Ein Googeln mit den geeigneten Stichwörtern (Hospital Basra, z.B.) fördert viele Webseiten zu Tage, die dies mit eindeutiger Logik darstellen.
Auch das Schweizer AC Labor in Spiez äusserte sich unseres Erachtens in der Vergangenheit zu schwammig in Sachen "abgereichertes" Uran.
Siehe auch die Bilder und Berichte aus 1999 auf unseren Seiten "abgereichertes" Uran. Wir haben darauf auch die UNEP-Studie aus 2000 kritisert.

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