The DSM-V Psycho Trap & the WWW-HOT Syndrom
comments and letters to Der SPIEGEL (Titel 4/2013) [DeutschEnglish under preparation]

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All "letters to the editor" printed in Der Spiegel are equivocal in their criticism and rejection of the psychiatrisation of human behaviours. We think this critique is entirely justified.

An extremely important and wide-spread disorder should however be included in all teaching and treatment manuals: The "Economic Growth Lunacy" (EGL) or "Perpetual Economic Growth Cognitive Disorder" (PEG Cognitive Disorder) (in German: Wirtschafts-Wachstums-Wahn (WWW).
It is the mental disorder which believes the earth would be flat, its resources endless, and the economy and human population could grow endlessly.

People afflicted by the PEG Cognitive Disorder generally believe that Hope, Optimism and Technology (HOT) will in future solve all environmental problems. Scientific evidence to the contrary is generally rejected, using circular pseudo-arguments in defence of the status quo.

The PEG-HOT Syndrom predominently afflicts the members of the ruling classes of our worldwide society. Logic-therapeutic treatment has so far shown virtually no healing results, possibly because admission of the hard facts would be too large a shock for the cristalline thought patterns of the persons afflicted by the Economic Growth Lunacy.

Biologists suggest a logic-resistent PEG brain virus could play a role. We would rather suppose that more than a century of ideologically biased teaching of economics has led to the prevalence of this PEG Cognitive Disorder at schools and at universities. In many cases this leads to an irreversible destruction of the intellectual competences of students. (ecoglobe, 8 February 2013)

Letter to the American Psychiatric Association (APA) on the inclusion of the PEG Belief Disorder in the forthcoming fifth edition of the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-V)
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„Offensichtlich gibt es eine Krankheit, immer neue Krankheiten zu erfinden. Besonders verbreitet bei Psychiatern und Psychotherapeuten - vermutlich unheilbar.”                                                     ECKHARD KORF. HAMBURG

Nr. 4/2013, Die Psycho-Falle - Therapeuten streiten über die Grenze zwischen Gesundheit und seelischer Erkrankung Profitgelenkter Wahn

Der Sinn psychiatrischer Klassifikationssysteme wie des DSM ist es, Störungsbilder zu operationalisieren und damit besser behandelbar zu machen. Die Zahl der Diagnosen darf daher nicht zu unübersichtlich werden. Grundsätzlich wird in der psychiatrischen Krankheitslehre zwischen einem Symptom und einer Symptomkonstellation, einem Syndrom, unterschieden. Erst aufgrund einer Symptomkonstellation kann nach bestimmten Kriterien eine Diagnose gestellt werden. Eine einzelne Auffälligkeit rechtfertigt daher noch keine Diagnose. Viele der erwähnten „neuen″ Störungsbilder können als Einzelsymptome unter bereits etablierten Diagnosen subsumiert werden.
DR. MED. PETER EPPLE, MIRING (BAYERN)

Ihre Kritik am DSM ist berechtigt. Andererseits ist es missverständlich, wenn Herr Blech von einer ausufernden Etikettierung der Menschen durch die Diagnosen von „Geisteskrankheiten” spricht. Dieser Begriff wird nicht mehr verwendet - oder höchstens, um eine kleine Gruppe schwerster psychiatrischer Störungen zu bezeichnen.
DIRK ARENZ, EUSKIRCHEN

Die Böcke - Psychiater und Pharmaindustrie - erklären sich selbstherrlich zu Gärtnern der Seele der Menschheit. Denn mit jeder neuen, noch so verschwommenen psychiatrischen Diagnose schaffen sie sich eine neue Gelddruckmaschine.
DR. AHMAD HUSSEIN, RONNENBERG (NIEDERS.)

Neben dem US-amerikanischen Krankheitsmanual „DSM” gibt es noch das von der WHO herausgegebene „ICD-Kapitel F” für psychische Störungen, das von praktizierenden Psychiatern und Psychologen meist als wichtiger angesehen wird. [ICD in Wikipedia] Es befindet sich zurzeit ebenfalls in Überarbeitung - und hier laufen viele Prozesse anders ab. Unter anderem ist das Expertengremium für die ICD-Neuentwicklung mit Vertretern aus allen Kontinenten besetzt, nicht nur mit Forschern, sondern auch mit exzellenten Psychiatriedozenten aus Entwicklungsländern. Die Rate der mit der Pharmaindustrie verbundenen Psychiater ist so auf unter 15 Prozent gedruckt worden - im Vergleich zu den 70 Prozent beim DSM.
ANDREAS MAERCKER. ZÜRICH (SCHWEIZ)

Dies ist der erschütterndste SPIEGEL-Artikel seit Jahren. Man ist ständig zwischen Lachen und Heulen hin und hergerissen. Wie wäre es mit der Zulassung einer neuen psychischen Krankheit: DSMD - DSM-Disorder?
BERND BOECK. MÜNCHEN



Diskutieren Sie im Internet

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In den 40 Jahren meiner therapeutischen Arbeit war stets entscheidend, inwieweit die Betreffenden litten, weitestgehend unwesentlich dagegen die Einordnung nach DSM. Gelegentlich war es für Klienten erleichternd, ihrer Befindlichkeit einen Namen geben zu können, von dem sich zu verabschieden allerdings oft schwerfiel. Ganz sicher hilft dieser psychische Angebotskatalog nur bei der monetären Verwertung innerhalb unseres Gesundheitssystems. Vielleicht sollte man den DSM-5 ergänzen durch die Diagnose „Profitgelenkter Kategorisierungswahn”.
DR. KLAUS NEUMANN, MÜNCHEN

Unter der Inflation der seelischen Krankheiten leiden gerade die wirklich Betroffenen da Therapieplätze sowie Psychologen von Pseudokranken besetzt werden. Den Forschern im Psychologiefeld sollte es weniger darum gehen, immer neue Krankheiten zu (er)finden, stattdessen sollten sie sich auf die Entwicklung besserer, effektiverer und schonenderer Behandlungen konzentrieren.
NATHALIE REPENNING, TORONTO (KANADA)

Einst waren es Ungeduld, Unaufmerksamkeit und Bewegungsunruhe. Das wurde irgendwann ADHS genannt und im DSM aufgenommen. Damit wurde medizinalisiert, was ursprünglich Erziehungsprobleme waren. Die Seele wurde eliminiert, alles wurde zu einem Wackelkontakt im Gehirn erklärt, wurde zu Chemie im Gehirn und in der Medikation. Familiäre, gesellschaftliche, geschlechtsspezifische Ursachen gab es nicht mehr, denn über den Topf mit brodelnden Konflikten war ein eiserner Deckel mit einer medizinischen Diagnose gebracht worden.
HANS HOPF, MUNDELSHEIM (BAD.-WÜRTT.)

Die Steigerung des Konsums von Antidepressiva um 296 Prozent seit 2000 ist doch ein Indiz für den unmenschlichen Umgang mit Menschen, die der Brutalität des Arbeitsmarktes nicht gewachsen sind.
RUDI ZIMMERMANN, BERLIN

Es ist immer besser, die Menschen bekommen eine Perspektive als Ausweg für ihre psychischen Probleme als Pillen für eine kurzfristige Lösung. Es gilt der Spruch: Manche kommen ohne Psychiater wieder auf die Beine, manche mit und etliche trotz eines Psychiaters.
ALFRED LOSCHEN, MINDEN

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  • Seite 8 - DER SPIEGEL 5/2013 - Wiedergabe ohne kommerzielle Absichten.
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